IP-Adresse ändern
Eine neue IP-Adresse bekommst du über deinen Router, mobiles Internet oder ein VPN. Hier steht, wie das geht, was es bringt und was sich dabei nicht ändert.
Erst prüfen, dann ändern: Deine aktuelle Adresse siehst du auf der Startseite. Nach jeder Maßnahme lädst du die Seite neu und vergleichst.
Warum die IP-Adresse ändern?
Typische Gründe sind Privatsphäre, eine gesperrte Adresse, ein Test des eigenen Anschlusses oder der Wunsch, Inhalte aus einem anderen Land zu sehen. Welcher Weg passt, hängt vom Ziel ab. Beachte, dass das Umgehen von Sperren gegen die Nutzungsbedingungen eines Dienstes verstoßen kann.
Router neu starten
Bei den meisten Privatanschlüssen ist die öffentliche IP-Adresse dynamisch. Baut der Router die Verbindung neu auf, vergibt der Anbieter oft eine neue Adresse.
- Notiere deine aktuelle IP-Adresse von der Startseite.
- Trenne den Router vom Strom oder starte ihn über die Oberfläche neu.
- Warte einige Minuten, bevor du ihn wieder verbindest. Eine längere Pause erhöht die Chance auf eine neue Adresse.
- Prüfe die Adresse erneut.
Das klappt nicht bei jedem Anbieter. Manche geben dieselbe Adresse zurück, wenn der Router kurz getrennt war. Bei IPv6 ändert sich zusätzlich häufig der Netzpräfix, bei DS-Lite oder CGNAT hat die geteilte IPv4-Adresse wenig mit deinem Router zu tun.
Mobilfunk oder Hotspot
Im Mobilfunknetz bekommst du eine andere Adresse als im WLAN. Schalte dafür auf deinem Smartphone das WLAN aus und rufe die Startseite über mobile Daten auf. Auch ein Wechsel in den Flugmodus und zurück führt oft zu einer neuen Adresse. Mobilfunkanbieter teilen sich Adressen meist per CGNAT, deshalb kann sie auch mehreren Kunden gleichzeitig zugeordnet sein.
VPN nutzen
Ein VPN ersetzt deine sichtbare Adresse durch die des VPN-Servers. Das ist der zuverlässigste Weg, wenn du die Adresse gezielt wechseln oder einen anderen Standort wählen willst. Mehr dazu und einen Schnelltest findest du im Ratgeber Was ist ein VPN?, eine Anleitung unter IP-Adresse verbergen.
Proxy und Tor
Ein Proxy leitet einzelne Anfragen über einen anderen Server um, meist ohne Verschlüsselung des gesamten Geräteverkehrs. Der Tor-Browser schickt Anfragen über mehrere Knoten und zeigt einen Tor-Ausgangsknoten als Adresse. Er ist für besondere Schutzbedürfnisse gedacht und deutlich langsamer. Viele Dienste sperren Tor-Adressen.
Beim Anbieter ändern lassen
Wenn du eine bestimmte Art von Adresse brauchst, frag deinen Anbieter: nach einer festen (statischen) Adresse, nach einem Wechsel zu Dual Stack statt DS-Lite oder nach einer neuen Adresse bei dauerhaften Problemen. Das ist oft eine Tarif- oder Optionsfrage.
Die private IP-Adresse ändern
Die private Adresse im Heimnetz hat mit der öffentlichen nichts zu tun. Sie ändert sich, wenn dein Gerät vom Router eine neue bekommt. Unter Windows geht das so:
ipconfig /release
ipconfig /renew
Willst du eine feste private Adresse, trage sie im Router als DHCP-Reservierung ein. Das ist stabiler als eine manuell am Gerät eingestellte Adresse. Wie du private Adressen findest, steht unter IP-Adresse herausfinden.
Was sich durch eine neue IP-Adresse nicht ändert
- Cookies und Logins: Angemeldete Konten erkennen dich weiterhin.
- Browser-Merkmale: Browser, System, Sprache und Bildschirmgröße bleiben gleich und können zur Wiedererkennung dienen.
- Dein Anbieter: Er sieht nach wie vor, dass du verbunden bist. Mit VPN sieht er den Zieldienst nicht mehr, aber die Verbindung zum VPN-Anbieter.
Häufige Fragen
Ändert sich meine IP-Adresse, wenn ich den Router neu starte?
Oft ja, aber nicht immer. Ob du eine neue Adresse bekommst, entscheidet dein Anbieter. Manche vergeben bei kurzer Trennung dieselbe Adresse erneut, bei anderen wechselt sie nach der Neueinwahl.
Ist es erlaubt, die IP-Adresse zu ändern?
Ja, das ist grundsätzlich erlaubt. Eine neue Adresse zu nutzen, um Sperren oder Nutzungsbedingungen eines Dienstes zu umgehen, kann aber gegen dessen Regeln verstoßen.
Wie bekomme ich eine feste IP-Adresse?
Bei vielen Anbietern gibt es gegen Aufpreis eine statische IP-Adresse, oft für Geschäftskunden. Für Heimserver reicht häufig ein DynDNS-Dienst, der einen festen Namen auf die wechselnde Adresse zeigen lässt.